Wie schützen sich Krankenhausmitarbeiter vor gefährlichen Viren?

Ärztin im Schutzkittel

Medizinisches Personal wie Ärzte, aber auch Pfleger, sollten in jedem Fall eine medizinische Schutzausrüstung tragen, wenn sie Patienten helfen, die an einer Infektionskrankheit leiden. Dabei ist es erst einmal egal, ob es sich um Ebola oder das neuartige Coronavirus handelt. Doch je gefährlicher die Pandemie, desto attraktiver wird der Schutz auch für den Privatanwender.

Warum wird im Krankenhaus Schutzkleidung getragen?

Wenn die Ärzte aussehen wie Aliens von einem anderen Planeten, dann sind wir auf einer Seuchenstation gelandet. Dort trägt jeder eine Schutzkleidung, die nicht nur die Atemwege, sondern auch die Haut am ganzen Körper vor gefährlichen Viren und Bakterien schützt. Die Atemschutzmaske bildet den mit am wichtigsten Teil der Ausrüstung. Zum Einsatz kommen hier oftmals Masken, die nach dem europäischen Standard FFP2, dem amerikanischen N95 oder chinesischen KN95 Standard zertifiziert sind. Sie lassen weniger als 5 % der virusbeladenen Partikel durch und können so eine Ansteckung vermindern oder herauszögern.

Auch der normale Verbraucher bedient sich mittlerweile dieser medizinischen Masken, um sich in der Pandemie sicher zu schützen. Auf der Covid-19-Station geht man jedoch weit darüber hinaus. Studien haben gezeigt, dass das Auge eine nicht zu vernachlässigende Einfallspforte für das Virus darstellt. So besteht eine bis zu 11 %-ige Ansteckungsgefahr, da sich auch in den Schleimhäuten des Auges Rezeptoren befinden, an die das neuartige Coronavirus andocken kann. Aus diesem Grund ist es eigentlich ganz normal, wenn wir Covid-Ärzte mit Schutzbrille herumlaufen sehen. Auch im Alltag tragen manche Menschen einen sogenannten „Face Shield“, einen transparenten Visor der verhindert, das Virenpartikel ins Auge gelangen. Eine gute Vorsichtsmaßnahme – nicht nur im Spital!

Gefährliche Krankheitserreger machen jedoch auch um die normale Bekleidung keinen Bogen. Um zu verhindern, dass sich diese an Jeans und Pullover ablagern, wird ein Ganzkörperanzug getragen, der nach Gebrauch entsorgt wird. Wer mit infektiösen Patienten zu tun hat und lange Haare hat, sollte diese zusammenstecken und mit einem Haarnetz binden. Dann verschwindet dieses unter der Haube des Schutzanzuges.

Sollte ich als Privatperson mir eine solche Schutzausrüstung besorgen?

Je nachdem, wie sich die Pandemie entwickelt, desto mehr Sinn macht es, sich über weiterführende Schutzmaßnahmen Gedanken zu machen. Man darf dabei aber nicht vergessen, dass Ärzte Coronapatienten direkt behandeln. Bei medizinisch notwendigen Prozeduren wie beispielsweise dem Intubieren, wird eine enorme Viruslast generiert. Wer einfach nur shoppen gehen möchte, wird in den wenigsten Fällen von einem Schutzanzug profitieren und höchstens Aufmerksamkeit erzeugen. Verwendung einer angemessenen Schutzbrille ist jedoch allen Menschen anzuraten, die entweder beruflich oder privat Probleme haben, genügend Abstand zu ihren Mitmenschen zu wahren.

Auch wer in diesen Zeiten reist, ist gut damit bedient, sich so gut zu schützen, wie es irgend möglich ist. Nicht ohne Grund verlangen manche Airlines mittlerweile das Tragen eines Visors in der Economyclass – auch auf Langstreckenflügen!

Fazit

Medizinische Schutzausrüstung wird überall dort gebraucht, wo ein erhöhtes Ansteckungsrisiko herrscht. In der Regel ist dies im Krankenhaus der Fall, aber auch in Pflegeheimen kann ein guter Schutz Leben retten. Privatpersonen sollten sich überlegen, ob sie eine Schutzbrille oder Visor im Alltag tragen möchten, um eine Infektion über das Auge effektiv zu unterbinden.